Teneriffa ist mit einer Größe von 2000 km² größer als die anderen Inseln in der Gruppe der Kanaren. Die Entfernung zum europäischen Festland beträgt 4000 km. Damit ist Teneriffa beispielsweise von Berlin weiter entfernt als etwa die iranische Hauptstadt Teheran. Doch trotz dieser großen Entfernung ist die Insel dank ausgezeichneter Flugverbindungen gut zu erreichen. Die Kanarischen Inseln liegen von den Breitengeraden her auf der Höhe von Florida und auf der anderen Seite in Höhe des unteren Teils Ägyptens. Tenerife (span.) zählt insgesamt 886.000 Einwohner und liegt damit noch leicht vor der Nachbarinsel Gran Canaria. Die Pflanzenwelt ist für europäische Verhältnisse von eigenartigen, sehr farbenfrohen Gewächsen durchdrungen. Die schönste Reisezeit liegt im Spätherbst und Frühjahr.
Die Inselhauptstadt und Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz ist Santa Cruz de Tenerife. Die schöne Hafenbucht ist durch die umliegenden Berge gut vor Wind geschützt. Weitere interessante Ortschaften sind Puerto de la Cruz (entwickelte sich vom verträumten Ficherhafen zu einem angesehen Ferienort) sowie La Laguna und Portillo im Landesinneren.
Bereits im Altertum drangen gelegentliche Nachrichten von den fernen
Meeresinseln nach Rom und Griechenland durch. Danach verschwanden die “glücklichen Inseln” wie sie auch genannt werden wieder aus dem Bewusstsein der Mittelmeervölker. Erst Anfang des 14. Jahrhunderts landeten europäische Seefahrer erneut auf den Kanaren und trafen dort auf die Ureinwohner, die “Guanchen”, deren Kultur nach und nach zerstört wurde. Besondere Bedeutung erlangte Teneriffa im Jahr 1936 als der spanische Diktator Francisco Franco in seiner Funktion als Generalkapitän der Kanarischen Inseln seine Offiziere um sich versammelte und gemeinsam eine “Nationale Erhebung” plante. Dies war der Beginn des dreijährigen spanischen Bürgerkrieges. Ein bedeutendes Volksfest auf Teneriffa ist die “Fiesta de la Virgen del Carmen”, das jährlich am 16. Juli und zu Ehren der Jungfrau Maria stattfindet, die als Patronin eine schützende Hand über die Seefahrer und Fischer hält. Die Küche Teneriffas (wie auch der anderen Kanarischen Inseln) unterscheidet sich kaum von den Gewohnheiten des Mutterlandes. Wie auch in Spanien wird der “Paella” ein besonderer Stellenwert beigemessen. Eine kleine Besonderheit gibt es dann aber doch – für spanische Verhältnisse etwas untypisch wird auf der Insel gerne “Canelones” gegessen – ein Nudelgericht, bei dem das Teigwerk mit Fleisch gefüllt wird. Auf den Kanaren trinkt man vorwiegend Weine aus einheimischem Anbau – aber auch spanische Tropfen wie den “Rioja” aus dem Ebrotal und den “Valdepenas” aus der Mancha.